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Kungsleden 11: Teusajaure - Vakkotavare

[caption id=”attachment_132” align=”alignleft” width=”300” caption=”die Brücke”]die Brücke[/caption]

Nach einer kurzen Nacht (der Wecker klingelt um 6 Uhr) scheitert ein Versuch im Teusajaure baden zu gehen - das Wasser ist Ar***-kalt und glitschige große Steine verhindern die Brute-Force-Methode “Augen zu und durch”. Wir spritzen uns kurz oberflächlich nass, werfen etwas Travelseife (natürlich voll ökologisch abbaubar nach) und sind schnell wieder im Zelt. Nun gilt es die Sachen zusammenzupacken - der Überfahrttermin mit dem Boot steht für 8 Uhr an. In weniger als 5 Minuten sind wir über den See, danach geht es wieder hoch auf ein Fjällplateau - insgesamt 450 Höhenmeter sind zu überwinden.

[caption id=”attachment_134” align=”alignleft” width=”199” caption=”Steinmännchen dienen der Wegmarkierung”]Steinmännchen dienen der Wegmarkierung[/caption]

[caption id=”attachment_133” align=”alignleft” width=”300” caption=”Licht und Wasser”]Licht und Wasser[/caption]

[caption id=”attachment_135” align=”alignleft” width=”300” caption=”Vakkotavare”]Vakkotavare[/caption]

Der Aufstieg zieht sich hin und der zunächst blaue Himmel trübt sich allmählich ein - es nieselt und ein kräftiger Wind traktiert uns, in dieser Kombination eiskalt. Wir treffen auf eine Fragwürdig wirkende Brücke mit bedeutungsschweren Schildern diese nur einzeln zu überqueren. Das Fundament der einen Seite steht bedenklich schief, wir befolgen den Rat der Schilder und erreichen die andere Seite unbeschadet.

Bald darauf erreichen wir den höchsten Punkt des Tages und wir machen uns Hoffnung auf einen schnellen und angenehmen Abstieg. Diese Gefallen wird uns nicht getan - das Plateau zieht sich Kaugummi-artig hin aber wenigstens bessert sich das Wetter - es ist wieder trocken. Wir sehen große Rentierherden und müssen stellenweise über Regenfass-große Findlinge hinwegsteigen. Wir nähern uns der Kante des Plateaus, allerdings geht es immer wieder über kleine Hügelwellen - jede wirkt als folge dahinter der endgültige Abstieg. Irgendwann haben wir die letzte Welle überstiegen und nach einem steilen Abstieg taucht zunächst eine Hochspannungsleitung, dann die Straße und zum guten Schluss die Hütte Vakkotavare auf welche wir gegen zwei Uhr Nachmittags erreichen - wir haben die Strecke von 115,06 Kilometern in 5 Tagen, einer Stunde und fünfundvierzig Minuten hinter uns gebracht.

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