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Kungsleden 10: Von Singi über Keitum Nach Teusajaure

[caption id=”attachment_127” align=”alignleft” width=”300” caption=”Regenbogen ”][/caption]

Die Nacht über zerrt der Wind am Zelt und ich schlafe schlecht - dazu kommt noch ein leichter Regen. Als wir am Morgen aufwachen strahlt die Sonne - und es regnet. Wir werden für das aus dem Zelt Kommen mit einem wunderschönen Regenbogen belohnt der sich über fast 2 Stunden hält - leider auch mit immer mal kurzem Nieselregen zwischendurch so das wir nach dem Frühstück im Zelt das selbige feucht einpacken müssen.

Das Tal behält auf den nächsten Kilometern seinen spärlichen Heidebewuchs, wird dann aber immer grüner und weitet sich zu einer breiten Wiese aus auf der die verschiedensten bunten Blumen wie kleine Farbtupfer verstreut blühen - man wähnt sich fast in den Alpen. Der Tjätjajåkka fließt ruhig und tiefblau durch das Tal. 

[caption id=”attachment_128” align=”alignleft” width=”300” caption=”Samenkate”]Samenkate[/caption]

[caption id=”attachment_129” align=”alignleft” width=”300” caption=”Das weite Tal”]Das weite Tal[/caption]

Der Weg führt an einer verfallenen Samenkate vorbei welche einem Gerippe gleich in der Landschaft steht. Ursprünglich waren rundum Birkenstangen angebracht welche mit Moosschollen bedeckt wurden so dass ein kleiner grüner Hügel entstand. Der Fluss fließt am Ende des Tales durch eine Schlucht ab wärend der Wanderweg nach einem kurzen strengen Anstieg diese mit einer weiteren Hängebrücke überquert. Inzwischen haben wir die Baumgrenze wieder erreicht und wir laufen durch ein lichtes Birkenwäldchen welches teilweise von Sumpfflächen unterbrochen ist in Richtung der Keitumhütten welche nach etwa 3 Kilometern im Wäldchen auftaucht während sich linkerhand der Tjätjajåkka in den azurblauen Keitumjaure ergießt.

[caption id=”attachment_130” align=”alignleft” width=”300” caption=”Keitumhütte und Keitumjaure”]Keitum[/caption]

Wir schwatzen kurz mit dem Hüttenwart, wollen aber doch heute noch Teusajaure erreichen so dass wir kurz darauf wieder aufbrechen. Hinter den Hütten führt der Weg noch für ein kurzes Stück durch den Wald, nähert sich dann aber einem weiterem Fluss welcher wieder mit Hilfe eine der abenteuerlichen Drahtgitterhängebrücken überquert werden muss - man sieht das brodelnde Nass direkt unter sich und hofft auf die schwedischen Ingenieursqualitäten :-). Wir machen hinter der Brücke eine kurze Pause bevor es 300 Höhenmeter über ein Fjällplateau zu überwinden gilt - welche auf der Karte deutlich harmloser wirken als in freier Wildbahn da es über mehrere Kilometer ansteigt und auf Grund der inzwischen wieder überwundenen Baumgrenze mächtig pfeift. Nachdem das Plateau bestiegen ist führt der Kungsleden über die Ebene bis diese scheinbar nach unten abzufallen scheint - es folgt ein sehr steiler Abstieg ins Teusajauretal. Wir zelten an der Hütte und zahlen jeder 50 SEK für eine Motorbootüberfahrt am nächsten Morgen. Wir bauen das Zelt mit Blick auf den See auf und ich versuche Spaghetti zu kochen welche mir im Topf anbrennen - also gibt es Kartoffelpüree mit Tomatensauce :-(. Ich setze mich ans Ufer und schreibe  Tagebuch während Carsten vor den Mücken ins Zelt geflohen ist - mich nerven nur die kleinen [[Gnitzen]].

[caption id=”attachment_131” align=”alignleft” width=”300” caption=”Kurz hinter der Hängebrücke”][/caption]

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