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Kungsleden 9: über Sälka Nach Singi

[caption id=”attachment_119” align=”alignleft” width=”300” caption=”der Sälkagletscher”]der Selkagletscher[/caption]

Der nächste Tag beginnt für uns spät - erst gegen elf ist das Zelt abgebaut nachdem wir uns im eiskalten Tjäktjajåkka gewaschen haben - das macht munter. Angesichts der fortgeschrittenen Tageszeit beschließen wir das ein Müsliriegel mit warmen Tee aus der Thermoskanne als Frühstück ausreichen muss. Das Tal ist auf den nächsten Kilometern immernoch grün und nass, bis eins sind wir bei Sälka wo wir kurz vor der Hütte am Fluss Mittagspause machen - Käsespätzle aus der Tüte, ganz brauchbar. In der Hütte dann “We need some help, we are running out of chocolate.” Ist wie ein richtiger kleiner Laden, man bekommt Knäckebrot, Dosenfutter, Gefriergetrocknete Outdoormahlzeiten, Kekse, Batterien und Klopapier. Außerdem Schokolade - die Marabousorten Mjölkchoklad und Schweizer __Nöt sowie auch Schokoriegel wie Japp1 und Daim. Da es meine Lieblingssorte Apelsin 2 nicht gibt erstehen wir zwei mal 200 Gramm Mjölk - für stattliche 35 Kronen die Tafel.3 Darauf geht es weiter gen Süden wärend der Himmel langsam wieder zuzieht. Kurz hinter den Sälkahütten offnet sich der Blick auf den Sälka von dem ein Gletscher geradezu hinunterstürzt - leider liegt der Gipfel mitten in den Wolken.

[caption id=”attachment_120” align=”alignleft” width=”300” caption=”Lichtspiele”]Lichtspiele[/caption]

Ein Blick nach hinten ins Tal verheißt nichts Gutes, ständig durchziehen Regenbänder das Tal welche jedoch wahnsinnige Farbkontraste mitbringen - perfektes Fotowetter. Das Tal ist inzwischen deutlich trockener als noch am Vorabend und der Tjäktjajåkka ist zu einem statlichen Gebirgsfluss herangewachsen - gespeist von Flüssen aus Seitentälern und Gletscherwasser. Wir erreichen eine weitere Hängebrücke über einen solchen Seitenfluss und machen uns allmählich Sorgen in einen kräftigen Schauer zu geraten. Entsprechend beeilen wir uns nach Singi zu kommen - es geht wieder mal über mehrere Hügelchen immer hoch und runter bis rechterhand ein Samendorf)4 auftaucht. Wir folgen dem Weg am Dorf vorbei und erreichen sehr erschöpft die Singi Hütten welche direkt hinter dem Dorf liegen. Ich spiele mit dem Gedanken das Geld für eine Übernachtung mit dem Zelt an der Hütte zu investieren doch der Geiz siegt und wir gehen noch ein Kilometerchen - wieder mal sehen wir Rentiere - bis wir in einer trockenen Senke an einem kleinen Bach einen idealen Zeltplatz finden. Zum Abendessen gibt es wieder Bastmatte,5 diesmal mit Erbsensuppe. Wir essen im Zelt und ich entdecke, nachdem ich es zum Abwasch verlassen will einen jungen Fuchs welcher sich nach oben auf einen Hügel verdrückt. Ich schnappe die Kamera und begebe mich auf die Pirsch - glücklicherweise habe ich Gegenwind und der Fuchs kann mich durch den Hügel nicht sehen - ich sehe ihm für einen Kurzen Augenblick in die Augen als ich die Spitze des Hügels erreiche und nutze den Augenblick dazu das Bild des Tages zu schießen. Leider handelt es sich bei dem Fuchs nur um einen gewöhnlichen Rotfuchs, ein echter Fjällräven wär mir lieber gewesen. Der Fuchs verschwindet so schnell wie er aufgetaucht ist und ich verkrieche mich ins Zelt um die letzten beiden Tage im Tagebuch zu verewigen.

Tag 4 der Tour für Google Earth

[caption id=”attachment_125” align=”alignleft” width=”300” caption=”Rentiere am Abend”][/caption]

[caption id=”attachment_126” align=”alignleft” width=”300” caption=”scheuer Blick”]scheuer Blick[/caption]

[[1]]Ist im Endeffekt [[Mars (Schokoriegel)|Mars]], wird aber schon seit 1947 hergestellt[[1]]

[[2]]schmeckt wie Ritter Sport Knusperflakes mit Apfelsinengeschmack[[2]]

[[3]]etwa 3,50€ die Tafel - aber ohne Schoki geht erst recht nicht[[3]]

[[4]]Muss ich mir eigentlich Sorgen machen wenn ich den Wikipedialink einfach eintrage ohne nachzusehen ob der Artikel überhaupt dort steht? Erschreckend wie hoch meine Trefferquote da inzwischen ist… [[4]]

[[5]]hat sich bei uns als Bezeichnung für pumpernickelartiges eingeschweißtes Brot eingebürgert. [[5]]

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