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Kungsleden 8: Alesjaure - Oberes Tjäktjatal

[caption id=”attachment_108” align=”alignright” width=”199” caption=”Gesteinsformation im Tal - die ganze Zeit leuchten vereinzelt Steine in hellen Gelb- und Rottönen zwischen dem verteiltem Grau.”][/caption]

Am nächsten Morgen kommen wir nicht so recht in die Gänge - die Nacht hatte es geregnet und trübe Suppe hängt über dem Alesjauretal. Nach einem spartanischen Frühstück - diesmal Müsli mit Nutella, schmeckt wieder erwarten ziemlich gut und gibt gut Energie - brechen wir auf und kämpfen uns das Tal nach oben. Wir beobachten wie sich die Wolken über die Berggipfel quetschen und danach wieder Richtung Tal hinabfallen. Es nieselt leicht, der Regen lässt aber bald darauf nach und es ist nur noch kalt. An einer Hängebrücke machen wir kurz Rast, bewundern den darunter brausenden Wasserfall und das erste Schneefeld - der Sommer scheint hier fern, das Tal wirkt karg und trostlos, ist aber vom grünen Schimmer der niedrigen Bodendecker durchsetzt welcher selbst diesen wiedrigen Bedingungen wiederstehen.

[caption id=”attachment_107” align=”alignleft” width=”300” caption=”Bohlenwege führen über feuchte Stellen”][/caption]

Langsam aber sicher steigt das Tal an und wir arbeiten uns der Tjäktjahütte entgegen. Wenig später kreist eine Seeschwalbe über uns, mir gelingt es nicht ein scharfes Bild zu schießen, eine genauere bestimmung ist bei den Lichtverhältnissen und Mangels ornithologischer Literatur nicht möglich. Wir sehen nahezu ausgewachsene Jungvögel und beobachten wenig später wie zwei Wanderer mit Hund die Elterntiere in wilde Aufregung versetzen.

[caption id=”attachment_106” align=”alignleft” width=”300” caption=”Moos am Gebirgsbach”][/caption]

Kurz darauf machen wir an einem Bach Mittagspause - es gibt Schinkennudeln aus der Fertigtüte und stellen fest das weniger Wasser als angegeben bei zwei Tüten im Topf besser gewesen wär. Es dauert einige Zeit bis die Nudeln durch sind, die ganze Zeit muss ständig gerührt werden damit sie nicht anbrennen und es dauert etwas bis so viel Wasser verkocht ist das die Sauce eine annehmbare Konsistenz hat. Mein Benzinkocher1 bewährt sich auch wenn der Aufwand das Gerät zum Kochen zu bringen etwas höher ist als bei den Gaskochern. Wir verteilen die Nudeln auf die Teller und ich will gerade den Topf mit Wasser füllen um es dann beim Abwasch etwas leichter zu haben als ich im Bach einen jungen Rotschenkel entdecke - ich schleiche mich zurück, schnappe meine Kamera und mache mehrere Aufnahmen wie er im eiskalten Gebirgsbach nach Nahrung stochert. Erst danach widme ich mich den inzwischen lauwarmen Nudeln.

[caption id=”attachment_110” align=”alignleft” width=”300” caption=”Rotschenkel im Bach”][/caption]

Danach geht es steil nach oben zu der Hochebene an derem anderem Ende der eigentliche Tjäktjapass liegt und deren Überquerung uns bevorsteht. Wir lassen die Tjäktjahütten, nach unserem Buch das eigentliche Tagesziel gegen 16:30 rechts neben uns liegen und kämpfen uns über die mit Geröllfeldern überzogene Ebene bis wir gegen Viertel nach sieben den Pass erklimmen und die Schutzhütte aufsuchen. Es ist geheizt und sehr warm - in der Hütte wärmen sich bereits zwei Deutsche auf welche aus der Gegenrichtung den Nordkalottsleden bewandern.

[caption id=”attachment_113” align=”alignleft” width=”300” caption=”Bohlenweg übers Geröll”][/caption]

[caption id=”attachment_114” align=”alignleft” width=”300” caption=”Die kleine Schutzhütte am Pass”][/caption]

Wir plaudern ein wenig und machen uns kurz darauf wieder auf die Socken - genau im richtien Augenblick, zieht doch gerade die Wolkendecke auf und legt das vor uns liegende Tjäktjatal in goldgelbes Abendlicht. Der Abstieg ist sehr steil, ich rutsche aus und ziehe mir dabei eine Zerrung am rechten Knie zu - nichts wildes, laufen geht weiter einwandfrei - nur schmerzt das Knie nun bei jeder Bewegung über einen gewissen Punkt hinaus. Wir durchwandern das wieder recht feuchte, jedoch deutlich grünere Tal und nähern uns der Selkahütte, eigentliches Etappenziel des nächsten Tages bis auf 4 Kilometer. Carsten baut das Zelt auf während ich mich um Tee und Abendessen kümere - es gibt Bastmatte mit Tütennudelsuppe. Danach verkriechen wir uns in die Schlafsäcke. Plötzlich rächen sich die “Überstunden”, alles am Körper fühlt sich vernachlässigt und begint zu schmerzen.

[caption id=”attachment_115” align=”alignleft” width=”300” caption=”Blick über das Tjäktjatal”][/caption]

[caption id=”attachment_116” align=”alignleft” width=”300” caption=”Abendsonne”][/caption]

Strecke von Tag 3 als für Google Earth

[[1]]Primus Variofuel[[1]]

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